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Deutschland

Wie man sich einen klassischen Anwalt vorstellt, der Akten wälzt und ständig vor Gericht verhandelt, bin ich nicht. Ich berate Investoren und Banken bei Projekten in Zentral- und Osteuropa, Asien sowie im Nahen Osten und Afrika, insbesondere in Sektoren wie Infrastruktur, Flughäfen und erneuerbare Energien. Daher bin ich eher am Verhandlungstisch, als an meinem Schreibtisch in Düsseldorf anzutreffen.

Beruflich bin ich oft in Südafrika und dadurch hat sich nun eine wunderbare neue Aufgabe ergeben: Eine Kollegin sah letztes Jahr eine Dokumentation von „Brot für die Welt“ über den jungen Südafrikaner Thabiso, der trotz schwieriger Bedingungen inzwischen Jura studiert.

Die Kollegin nahm Kontakt auf und seither unterstützt unsere Sozietät Thabisos Jurastudium in Johannesburg. Ich bot mich an, sein persönlicher Mentor zu werden.

Ich betreue viele Projekte in Südafrika und weiß dadurch, dass in diesem Land noch viel Unterstützung benötigt wird. Mich hat der Werdegang von Thabiso tief beeindruckt. In so jungen Jahren hat er sich gegen viele Widerstände und schwierige Umstände durchgesetzt. Ich möchte ihn daher bei seinem weiteren Weg unterstützen und hoffe, dass ich irgendwann einmal gemeinsam mit ihm seinen Universitätsabschluss feiern kann.

Seit 2012 bin ich Partner in Düsseldorf, zehn Jahre zuvor habe ich meine Laufbahn hier begonnen. Studiert und promoviert habe ich an der Universität zu Köln. Bei Clifford Chance berate ich Investoren und Banken bei strukturierten Finanzierungen, insbesondere Projektfinanzierung und Asset Finance.

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In seinem Büro an der Düsseldorfer Königsallee ist Dr. Florian Mahler eher selten, denn seine Arbeit führt ihn zu Aufgaben auf der ganzen Welt. Der 45-Jährige ist Partner im Bereich Asset & Projects. Zu den Projekten, die er bereits betreut hat, zählen Flughäfen, Windparks, Pipelines, Häfen und zahlreiche andere Infrastrukturprojekte, viele davon in Entwicklungsländern.

Meine Laufbahn hört sich nun klassisch für einen Juristen an, aber eigentlich dachte ich als Schüler noch daran, Biologe zu werden. Kennengelernt habe ich meinen heutigen Beruf, als ich nach dem Abitur in Mexiko war, um für eine Umweltschutzorganisation zu arbeiten. Während des Auslandsaufenthalts konnte ich miterleben, dass Juristen durch geschicktes Verhandeln unsere Umweltprojekte voranbrachten. Da entstand die Idee, Jura zu studieren.

Inzwischen betreue ich Projekte, bei den es um erneuerbare Energien und die Entstehung jeder Menge Arbeitsplätze geht. Ich muss mein diplomatisches Können einsetzen, nehme an großen Verhandlungsrunden mit Regierungsvertretern Teil. An diese Art der Kreativität denkt man bei Juristen eher weniger, aber genau das ist unser Alltag. Die Arbeit mit und für Menschen stehen für mich im Zentrum, und die Auswirkungen meiner Tätigkeit auf Menschen ist es, was mich motiviert. Mich treiben zwei Arten von Nachhaltigkeit an: die der Mitglieder in meinem Team und die fachliche Nachhaltigkeit dieses Jobs.